Reiseführer Riwa
Eine kleine Stadt in Sichuan am Rand von Yadings heiligen Gipfeln.
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Riwa liegt in Sichuan, China, und ist das einzige Straßentor zum Yading-Naturschutzgebiet, die letzte Station, bevor die Berge vollständig übernehmen. Unterwegs hörst du auch den Namen Shangri-La Town, den offiziellen neuen Namen des Ortes, aber verwechsle ihn nicht mit der Stadt Zhongdian in Yunnan, die denselben Spitznamen trägt. Mir ist genau das vor der Reise passiert, ich dachte, es wäre derselbe Ort, also pass du besser auf und prüfe es doppelt, bevor du etwas buchst.
Sobald du Riwa hinter dir lässt und ins Reservat kommst, führt die klassische Route als Rundweg zum Fünf-Farben-See und zum Milchsee. Die meisten Besucher planen ihren ganzen Tag um genau diese Wanderung herum. Insgesamt sind das etwa 10 km, also kein kurzer Spaziergang. Dabei geht es rund 400 m bergauf, was sich bei gutem Tempo aber nie brutal anfühlt. Wenn deine Beine oder deine Lunge einen leichteren Tag brauchen, führt der Weg zum Perlen-See auf unter 3 km. Er schenkt dir trotzdem den ersten echten Blick auf die Gipfel über der Baumgrenze.
Die eigentliche Anziehungskraft des Reservats ist aber eher spirituell als landschaftlich. Yading gilt als Bergheiligtum und als einer der wichtigsten tibetisch-buddhistischen Pilgerorte dieser Gegend, lange bevor überhaupt ein Wanderweg angelegt wurde. Seine drei Gipfel werden im tibetischen Buddhismus als Emanationen dreier Bodhisattvas verehrt, und der 5. Dalai Lama hat sie vor Jahrhunderten geweiht, weshalb du neben Tagesausflüglern auch stille Frömmigkeit auf den Pfaden spürst. Das alles gehört nicht zu Riwas eigener Geschichte, ist aber der Grund, warum fast jeder durch diesen Ort kommt.
Riwa selbst bleibt dagegen ziemlich bescheiden, und genau das macht einen Teil seines Reizes aus. Es ist eine funktionale kleine Basis mit ein paar Hotels, einer Jugendherberge und genug Läden, um dich vor dem Aufstieg mit Proviant einzudecken. Niemand kommt wegen Riwa nach Riwa; man kommt, weil es die letzte bequeme Station ist, bevor die Berge übernehmen, und das weiß im Ort offenbar auch jeder.
Genau diese Mischung ist mir geblieben: ein schlichter, praktischer Ort, der seinen einen Job gut macht, und gleich die Straße hinauf etwas wirklich Außergewöhnliches. Riwa verlangt dir nicht viel ab, aber Yading gibt dir umso mehr zurück. Der Weg von einem zum anderen ist kurz genug, dass du den Wechsel direkt spürst, fast wie das Überschreiten einer Schwelle.
Riwas neuer Name und die heiligen Gipfel dahinter
Riwa hat kaum eine eigene aufgezeichnete Geschichte, abgesehen von einer kürzlichen Umbenennung, auch wenn die Berge dahinter seit Generationen Pilger anziehen. Belegt ist vor allem eines: Der Ort trägt heute offiziell auch den Namen Xianggelila, ein Name, der auf Schildern und Tickets zunehmend auftaucht. Das ist ein völlig anderer Ort als die Stadt Zhongdian in Yunnan, die einen ähnlichen Beinamen führt. Halte die beiden bei deiner Routenplanung auseinander, denn genau dieser gemeinsame Ruf sorgt für die Verwechslung und kann deine Reise in die falsche Richtung lenken. Die tiefere Geschichte gehört nicht dem Ort, sondern dem Reservat selbst. Yading gilt als Bergheiligtum und als einer der bedeutenden tibetisch-buddhistischen Pilgerorte dieser Ecke Sichuans, seine drei Gipfel werden als Emanationen dreier Bodhisattvas verehrt und wurden einst vom 5. Dalai Lama geweiht. Diese Geschichte prägt bis heute, wie sich das Reservat anfühlt, ruhiger und andächtiger als ein gewöhnlicher Landschaftspark. Nimm dir vor dem Betreten des Reservats einen Moment, um das zu verstehen, und halte gegenüber Pilgern und Gebetsfahnen am Weg respektvollen Abstand. Westliche Berichte über diese Gegend Sichuans reichen weiter zurück, als man denken würde. Der Forscher und Botaniker Joseph Rock reiste 1928 über Daocheng durch diesen Teil Sichuans, einer der ersten Außenstehenden, die festhielten, was sie sahen. Das war lange bevor überhaupt jemand an eine Umbenennung Riwas dachte oder Shuttlebusse die alten Maultierpfade ersetzten.
Einfache Mahlzeiten vor den Bergen
Riwa hat kaum eine eigene Küchenszene, aber genau hier deckst du dich ein, bevor die Auswahl dünner wird. Lebensmittel bekommst du direkt im Ort, genug für ein paar Tage in der Nähe des Reservats. Sobald du weiter im Yading-Dorf ankommst, wird die Auswahl merklich kleiner. Sieh Riwa eher als deinen letzten echten Einkaufsstopp als als Ort für Restaurantempfehlungen oder ein richtiges Abendessen mit Speisekarte. Die Läden hier sind zweckmäßig statt hübsch, und genau darum geht es auch. Wenn du auf der Suche nach Atmosphäre bist, findest du das bessere Essen weiter vorne auf der Strecke, in Daocheng. Kleine Restaurants nahe dem Busbahnhof dort servieren tibetische Gerichte, darunter gedämpfte und gebratene Teigtaschen, die oft schon morgens zum Start in den Tag gegessen werden. Es lohnt sich, dort für ein richtiges Frühstück zu halten, bevor du weiter nach Riwa fährst, denn hinter dem Tor gibt es nichts Vergleichbares mehr. Nimm dir die Zeit dafür, solange du noch die Wahl hast. Da die Auswahl umso dünner wird, je näher du ans Reservat kommst, deck dich entweder in Daocheng oder direkt in Riwa mit Snacks und dem Nötigsten ein, bevor du zum Eingangstor hochfährst. Im Park selbst solltest du nicht mit viel rechnen und lieber etwas mehr Wasser einplanen, als du eigentlich für nötig hältst. Das letzte, was du unterwegs kaufst, ist wahrscheinlich das, was du hier eingepackt hast.
Der lange Weg zu Riwas Tor
Riwa zu erreichen bedeutet meist, zuerst nach Daocheng zu fliegen oder mit dem Bus zu fahren, und erst danach die letzte Etappe im Sammeltaxi oder Privatwagen zurückzulegen. Die meisten fliegen zum Flughafen Daocheng Yading, der oft als einer der höchstgelegenen Flughäfen der Welt beschrieben wird. Er liegt etwa 50 km nördlich von Daochengs Stadtgebiet. Zahlen mit Stand Dezember 2018 zeigten etwa zwei tägliche Verbindungen nach Chengdu. Mit Umstieg in Chengdu gab es auch ein paar Mal pro Woche Flüge nach Guangzhou. Nimm das eher als groben Eindruck der Verbindungen und nicht als aktuellen Flugplan, und organisiere nach der Landung einfach die letzte Fahrt hinunter nach Riwa. Wenn du lieber mit dem Bus anreist: Ein täglicher Fernbus ist um 06:00 Uhr von Daocheng nach Chengdu losgefahren, eine rund zweitägige Fahrt für etwa 244 bis 264 Yuan. Tägliche Busse sind außerdem von Daocheng nach Kangding gefahren, Abfahrt um 06:30 Uhr, mit rund 12 Stunden Fahrzeit für etwa 126 Yuan. Eine weitere tägliche Verbindung hat Daocheng mit Zhongdian in Yunnan verbunden, Abfahrt um 06:10 Uhr, ebenfalls rund 12 Stunden für etwa 141 Yuan. Die letzte Etappe nach Riwa läuft über Sammeltransport: Ein Sammelbus oder Privatvan von Daocheng nach Riwa kostet rund 150 Yuan pro Person. Auch Privatwagen fahren dieselbe Strecke und weiter bergauf von Riwa bis zum Eingangstor des Reservats, für etwa 50 bis 60 Yuan pro Person. Insgesamt ergibt das eine mehrteilige Reise: Flugzeug oder Bus nach Daocheng, dann ein kürzerer Sprung weiter nach Riwa, mit nicht allzu häufigen Verbindungen. Plane, wenn möglich, einen Puffertag rund um Daocheng ein, denn sowohl Flug- als auch Buspläne sind begrenzt, und ein ruhiger erster Tag hilft in dieser Höhe ohnehin.
Mit dem Shuttle hinein nach Yading
Sobald du Riwa erreichst, geht es ins Reservat nicht mehr mit freier Fahrt weiter, sondern über ein festes System aus Pflichtbussen. Der Pflichtbus vom Eingangstor fährt zunächst ins Dorf Yading, eine Fahrt von etwa 50 Minuten. Von dort geht es weitere 10 Minuten bis zur Basis in Longtongba. Drinnen angekommen, kostet ein weiterer Minibus 50 Yuan einfach oder 90 Yuan hin und zurück, es lohnt sich also, deine Route zu planen, bevor du dich am Schalter anstellst. Das Timing zählt hier mehr, als man denkt. Von Ende November bis etwa Ende März ist der Fahrplan reduziert, der erste Bus fährt um 08:30 Uhr, der letzte kommt gegen 17:20 Uhr zurück. Von Dezember bis April wird vom Wandern im Reservat wegen Schneefalls generell abgeraten, plane deine Trekkingtage also lieber für den Rest des Jahres. Gut zu wissen: In Daocheng kostet eine Taxifahrt selten mehr als 10 Yuan, und wenn du vor oder nach dem Reservat Zeit hast, kannst du dort auch E-Scooter mieten. Das ist aber Daochengs eigener Nahverkehr, nicht Riwas, also erwarte hinter dem Tor kein vergleichbares Angebot und stell dich auf ein einfacheres System ein. Bist du außerhalb der Hauptsaison unterwegs, nimm den ersten Bus um 08:30 Uhr. Der letzte Rückbus fällt am späten Nachmittag aus, und am Tor warten willst du sicher nicht. Plane die Rückfahrt schon ein, bevor du überhaupt losläufst, damit dir die Zeit später nicht davonläuft.
Bargeld, Karten und Kosten rund um Riwa
Geld läuft rund um Riwa über Yuan, digitale Zahlungen sind verbreitet, aber Bargeld als Rückfalloption lohnt sich trotzdem. Automaten im Reservat akzeptieren WeChat Pay, direkt am Eingangstor gibt es außerdem einen Geldautomaten für Bargeld. Dort steht auch ein gebührenpflichtiger Gepäckaufbewahrungsservice bereit, praktisch, wenn du auf den Wegen leicht unterwegs sein willst, statt den vollen Rucksack bis zu den Seen zu schleppen. Weiter drinnen im Reservat solltest du damit aber nicht mehr rechnen, also erledige das Wichtigste gleich am Eingang. Die Kosten sind übersichtlich: Das Eintrittsticket kostet in der Saison 270 Yuan, mit gültigem Studentenausweis 200 Yuan, den solltest du dabeihaben, falls er zutrifft. Drinnen kostet der Minibus zwischen den Stationen 50 Yuan einfach oder 90 Yuan hin und zurück, plane also etwas mehr ein, wenn du zurückfahren willst. Diese Zahlen sind die einzigen bestätigten Preise für das Reservat, alles andere solltest du erst vor Ort glauben. Am Ticketschalter kommt es zudem oft zu Kleingeldproblemen, kleine Scheine helfen dabei. Trag trotz WeChat Pay etwas Bargeld als Rückfalloption bei dir, denn außerhalb Chinas gängige Kartennetze funktionieren hier nicht garantiert. Yuan schon vor der Ankunft in Riwa zu organisieren, erspart dir später Ärger, besonders wenn ausländische Karten nicht an jedem Terminal reibungslos laufen. Ein kleiner Bargeldpuffer hilft dir auch, wenn ein Automat am Eingang gerade nicht funktioniert. Am Ende geht hier nicht immer alles nach Plan, und etwas Vorbereitung nimmt dir den Stress.
Bevor du nach Riwa aufbrichst
Riwa ist ein kleiner Ort in großer Höhe, plane also sowohl die Jahreszeit als auch die Zeit ein, die dein Körper zur Anpassung braucht, bevor es weiter zum Reservat geht. Die Winter hier sind kalt und trocken, Schneefall kommt eher im Frühling und Herbst vor als mitten im Winter. Rund um Daocheng können in einfachen Unterkünften Heizung und Wasser ausfallen, wenn Leitungen einfrieren. Pack unabhängig von der Jahreszeit warme Schichten ein und plane etwas Puffer ein. Wann sollte ich das Wandern im Reservat vermeiden? Meide es von Dezember bis April, wenn Schneefall die Wege unzuverlässig macht und sich die Bedingungen schnell ändern können. Ändert sich der Busfahrplan mit der Jahreszeit? Ja — von Ende November bis etwa Ende März schrumpft der Fahrplan, der erste Bus fährt um 08:30 Uhr, der letzte kommt gegen 17:20 Uhr zurück. Wann ist die beste Reisezeit? Einen einzigen bestätigten besten Monat gibt es nicht. Zwischen dem reduzierten Winterfahrplan und dem Schneefall, der vom Wandern abrät, wirkt aber etwa April oder Mai bis November als die verlässlichere Zeitspanne. Was sollte ich vor der Reise über die Höhe wissen? Die Wege im Reservat führen in dünne Bergluft, Höhenkrankheit ist also ein echtes Risiko. Geh es besonders an Steigungen langsam an und gib deinem Körper Zeit, sich vor dem Weiterziehen anzupassen. Ist Riwa auch unter einem anderen Namen bekannt? Ja, offiziell heißt der Ort inzwischen auch Xianggelila — verwechsle ihn nicht mit der Stadt Zhongdian in Yunnan, die einen ähnlichen Beinamen trägt. Kann ich digital zahlen, oder sollte ich Bargeld mitnehmen? An Automaten im Reservat wird WeChat Pay akzeptiert, am Eingangstor gibt es zudem einen Geldautomaten, trotzdem ist etwas Bargeld als Rückfalloption klug.
FAQ
Was enthält der Reiseführer Riwa Guide?
Riwa ist die kleine Stadt in Sichuan am Tor zum Yading-Naturschutzgebiet — entdecke Shuttlebusse, heilige Gipfel und die Bergseen, die dahinter auf dich warten. Insgesamt 1 Tipps: 1 Galerie.
Weiter →Wie viele Orte enthält der Reiseführer Riwa Guide?
Der Reiseführer Riwa Guide enthält 1 Orte: 1 Galerie.
Weiter →Wo liegt Reiseführer Riwa?
Reiseführer Riwa liegt in Sichuan, China (28.5618, 100.3481).
Weiter →Wie kommt man nach Reiseführer Riwa?
Riwa zu erreichen bedeutet meist, zuerst nach Daocheng zu fliegen oder mit dem Bus zu fahren, und erst danach die letzte Etappe im Sammeltaxi oder Privatwagen zurückzulegen. Die meisten fliegen zum Flughafen Daocheng Yading, der oft als einer der höchstgelegenen Flughäfen der Welt beschrieben wird. Er liegt etwa 50…
Weiter →Was sollte man in Reiseführer Riwa essen?
Riwa hat kaum eine eigene Küchenszene, aber genau hier deckst du dich ein, bevor die Auswahl dünner wird. Lebensmittel bekommst du direkt im Ort, genug für ein paar Tage in der Nähe des Reservats. Sobald du weiter im Yading-Dorf ankommst, wird die Auswahl merklich kleiner. Sieh Riwa eher als deinen letzten echten Ei…
Weiter →Gibt es Camping in Reiseführer Riwa?
Noch keine Camping-Einträge in diesem Pack — wir erfinden keine Orte. Sobald verifiziert, werden sie ergänzt.
Weiter →Kann man in Reiseführer Riwa Fahrräder mieten?
Noch keine Fahrradverleih-Einträge. Verifizierte Anbieter folgen.
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Empfohlene Galerie im Reiseführer Riwa Guide: Shangri-La Town, Daocheng.
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- Shangri-La Town, Daocheng — Zufahrtsstraßen zur Kreisgrenze im Bezirk Garzê, Sichuan.
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